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Die fast schwarzen, schwalbenähnlichen Mauersegler haben schmale, sichelförmige Flügel -
sind jedoch nicht mit den Schwalben verwand. Sie haben eine deutlich größere
Flügelspannweite (bis zu 40 cm), sind rasante Flieger und haben Verhaltensweisen, die im
Tierreich etwas ganz besonderes sind. Sei es die an den Lebensraum angepasste Anatomie -
extremes Verhältnis der Handschwingen zu den Armschwingen als Anpassung an ausdauerndes
Fliegen; kurze, kräftige Kletterfüße zum Festhalten und Klettern - oder eine Strategie,
die Jung- und Alttiere bei Nahrungsknappheit mittels des Torpors (Ruhephase in der
Körperfunktionen und Herzschlag extrem verringert werden können) überleben lässt. Hinzu
kommen komplizierte soziale Bindungen von Brutvögeln und Nichtbrütern, die mittels
Flugspielen und lauten Rufen miteinander kommunizieren. Bekannt sind nichtbrütende
Mauerseglertrupps, die abends in hohe Luftschichten aufsteigen und dort die Nacht
verbringen.
Mauersegler fallen insbesondere durch ihre lauten "srieh srieh" - Rufe auf, wenn sie in
Trupps durch die Straßenschluchten sausen.
Mauersegler sind Höhlenbrüter. Neben Baumhöhlen spielen Öffnungen in Gebäuden heute
eine bedeutende Rolle für den Nestbau dieser gesellig brütenden Art.
Die Nester werden aus in der Luft gesammelten Materialien - Halme, Haare, Federn,
Papierfetzen - gebaut und mit Speichel zu einem Nestring verklebt. Gerne werden auch
Sperlingsnester benutzt, wo auf dem meist üppigen Nistmaterial ebenfalls ein Nestring
geklebt wird.
Die 2-3 (4) Eier werden von beiden Eltern etwa 18-20 Tage bebrütet. Etwa 55 Tage
beträgt die Nestlingszeit. Danach verlassen die voll flugfähigen Jungen das Nest und
sind selbstständig.
Die Nahrung der Mauersegler besteht aus großen und kleinen Fluginsekten die während des Fluges im Kehlsack gesammelt werden können. Die Jungen werden mit etwa haselnussgroßen Nahrungsballen, die aus einer Vielzahl von Insekten bestehen, gefüttert.
Nur kurz währt die Aufenthaltszeit dieser Langstreckenzieher bei uns. Anfang Mai erscheinen die Tiere in den Revieren, um nach der Brutzeit bereits im September den Rückzug anzutreten.
Gefährdet ist die extrem brutplatztreue Art durch die Vernichtung von Brutkolonieen als Folge von Gebäudesanierungen.
Schutz und Hilfe Nisthilfen-Bauanleitung
Weiterführender Link: www.mauersegler.karlroggel.de