Zentrum Artenschutz am Gebäude

Vögel

Als Lebensraum für Vögel sind die unterschiedlichen Gebäude in Städten und Dörfern mit den dazwischen liegenden Grün- und Wasserflächen in etwa Felslandschaften vergleichbar. "Vorherrschend sind Mauern (entspricht ökologisch Felswänden), Dachböden (entspricht im Großen und Ganzen Baumhöhlen, teilweise auch den wärmeren Eingangszonen von Felshöhlen), Keller (entspricht im allgemeinen den kühlfeuchteren Eingangsbereichen von Felshöhlen) und je nach den verwendeten Materialien Lehmwände und lockersandigen Fugen (entspricht vertikalen Erdaufschlüssen), Fachwerk (entspricht Totholz), Reetdächer (entspricht totem Schilf)". [Blab, Josef, Grundlagen des Biotopschutzes für Tiere, Bonn-Bad Godesberg, 1993]

Vögel nutzen aufgrund ihrer unterschiedlichen Raumansprüche die verschiedenen Nischen und Fugen sowie Hohlräume in und an Gebäuden als Zufluchts- und Niststätte. Grafik wer ist wo?

Parkanlagen, Grünflächen, Friedhöfe, Kleingartenanlagen, Stadtbrachen, Bahnanlagen und Straßen begleitende Ruderal-, Frei- und Grünflächen, Hecken, Sträucher, Alleen u.a. Strukturen dienen Vögeln als Nahrungseinzugsgebiet. Der Pflegezustand sowie die Pflanzenarten haben einen entscheidenden Einfluss auf das Vorhandensein eines möglichst breiten Nahrungsspektrums für die Vögel (Samen, Früchte, Wirbellose, Fluginsekten, Kleinsäuger, Reptilien u.a.). So ist neben dem Erhalt und der Förderung von Niststätten auch Augenmerk auf den Erhalt der Nahrungsflächen zu richten.

Bei der Schleiereule und dem Weißstorch, die in größeren Städten und Gemeinden an den Randbereichen, in kleinen Gemeinden mitten im Ort nisten bzw. ihre Tageseinstände (Schleiereule) haben können, sind Nahrungsreviere in unmittelbarer Nähe auschlaggebend für das Brutgeschehen.

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