![]() |
Zentrum Artenschutz am Gebäude |
| Home | Projektanliegen | Arten | Gefährdungsursachen | Artenschutz | Mensch & Stadtnatur | ||||
| Lösungsbeispiele | Fragen & Antworten | Aktuelles | Kontakte | Impressum | Spenden | ||||
| Sie befinden sich in: Home » Lösungsbeispiele | |||||||||
Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten, Niststätten zu erhalten oder wo das nicht möglich ist, Niststätten zu ersetzen. Wir stellen Ihnen einige Beispiele von Umsetzungen vor.

| Bevorzugter Lebensraum/ Biotop |
Tierart (Anwesenheitszeit |
Nistplatz am Gebäude | Art der Nisthilfe | Richtwerte: Brutraummindestmaße BR (BxHxT) Fluglochgröße FL (BxH) |
| Hohe Gebäude, die aus der übrigen Bebauung herausragen |
Turmfalke (ganzjährig) |
Giebel, Brandwand, kl. Fensternischen |
Mauersimse, Nischen, Brutkästen. Mind. 6 m über Grund |
BR 50 x 50 x 50 cm FL 30 x 23 cm SUBSTRAT einbringen! (ca 5cm hohe Schicht) |
| Hohe Gebäude | Mauersegler (Mai bis August) |
Traufe, Ortgang, Fassade | Hohlräume mit horizontalem Boden und hindernisfreiem Anflug. Mind. 6 m über Grund | BR 20 x 30 x 16 cm FL 6 x 3 cm |
| Freiflächen, Gewässer, Wälder und Parkanlagen | Abendsegler (nur stellenweise, Oktober bis März) |
Winterquartiere: Hohlräume in Fassadenspalten hoher Gebäude (Plattenbauten), Rollladenkästen | Erhaltung von Fassadenspalten | Fledermaus-Spezialkästen 40 x 40 x 50 cm |
| Vorwiegend Hochhaussiedlungen, auch Altbaugebiete | Mehlschwalbe (April bis Oktober) |
Unter Traufe, Balkon, Loggien | Kunstnester unter Dachsims, unterm Balkon (Überstand mind. 25 cm). Hindernisfreie Anflugmöglichkeit! 3-6 m über Grund Kotbrett im Abstand von 40 cm unter den Nestern sinnvoll |
BR 12 x 12 x 6 cm FL 3,2 cm |
| Gesamtes Stadtgebiet | Haussperling (ganzjährig) | Traufe, Ortgang, Fassade, Brandwand | Höhlen, Halbhöhlen, Spalten, Nischen | BR 22 x 22 x 35 cm FL 5 cm |
| Wohn- und Gewerbegebiete mit Grünflächen (Kurzrasen, Bäume) | Star (ganzjährig) |
Traufe, Ortgang, Fassade | Geräumige Höhlen | BR 12 x 12 x 16 cm |
| Hausrotschwanz (März - Oktober) |
Traufe, Ortgang, Fassade, Balkon | Halbhöhlen, Nischen. 2-20 m über Grund |
BR 12 x 12 x 16 cm | |
| Kohlmeise, Blaumeise (ganzjährig) | Traufe, Ortgang | Höhlen und Spalten. 2-10 m über Grund |
BR 12 x 12 x 16 cm FL 3,2 cm (Kohlmeise) FL 2,7 cm (Blaumeise) |
|
| Bachstelze (März-November) |
Traufe, Ortgang, Fassade, Balkon | Halbhöhlen, Nischen, Simse. 2-15 m über Grund |
BR 12 x 12 x 16 cm FL 11 x 8 cm |
|
| Altbaugebiete mit Parkanlagen | Dohle (ganzjährig) |
Giebel, Ortgang, Traufe, Fassade | Höhlen, Halbhöhlen, Nischen. Mind. 8 m über Grund | BR 30 x 50 x 35 cm FL 8 x 9 11 x 11 cm |
| Ausgedehnte, offene Niederungsgebiete mit Feuchtwiesen, Weideland, Mähwiesen und Tümpeln, Flussauen | Weißstorch (März - August) |
Dachfirst von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, Mauerkronen, Türme, Maste, Schornsteine u.ä. Strukturen, Horste in BäumenMöglichst frei anfliegbar | „Dachreiter“ mit Nisthilfe, Angepasster Aufsatz auf Schornsteinen oder Mauern mit Nisthilfe, hergerichtete Mittelspannungsmasten, Einzelmasten mit NisthilfeNisthilfe= Korb, Wagenrad o.ä. mit Reisig eingebunden und mit Grassoden ausgelegt | Durchmesser der Nisthilfe etwa 1 m bis 1,20 m Höhe: ab ca. 4 - 5 m |
| Extensiv bewirtschaftete, offene Kulturlandschaft, Grünland und Weiden, Niederungsgebiete | Schleiereule (ganzjährig) | Dunkle Ecken und Nischen in Türmen, Dachböden, Scheunen, Stallanlagen (hier sowohl Nistplatz als auch Tageseinstand) Baumhöhlen (z.B. Kopfweide) | Erhalt oder Schaffung von Zugängen in geeigneten Gebäuden Nistkasten |
MindestmaßeNistkasten mit „Schattenbrett“ BR:100x50x50 FL:18x18 SUBSTRAT einbringen! (ca. 5 cm hoch) |
| Unterwuchsarme Laub- und Mischwälder, Ackerland, Grünland. Tiere jagen über offenem Boden |
Großes Mausohr | Dachböden (Sommerquartiere, Wochenstuben), Keller, Bunker (Winterquartiere), Baumhöhlen | Erhalt oder Schaffung von Zugängen in geeigneten Gebäuden, Verzicht auf „giftige Holzschutzmittel, Insektizide | Nur Erhalt von Quartieren. Keine Kästen. |
| Wald, Lichtungen, Gewässerränder. Tiere jagen in offenem Luftraum | Zweifarbfledermaus | Sommerquartiere: Dachfirst, Spalten an Einfamilienhäusern bis Plattenbauten, Winterquartiere häufig an Plattenbauten auch Altbau | Erhalt von Spaltenpotential an geeigneten Gebäuden. | Fledermaus-Spezialkästen, besser Spaltenquartiere erhalten. |
| Randbereich menschlicher Siedlungen, z.B. Straßen-lampen |
Graues Langohr | Dachböden, Kirchendachstühle (Sommerquartiere, Wochenstuben), Keller, Bunkeranlagen (Winterquartiere) | Erhalt oder Schaffung von Zugängen in geeignete Gebäude Verzicht auf „giftige Holzschutzmittel, Insektizide | Nur Erhalt von Quartieren. Keine Kästen. |
Tabelle Hilfsmaßnahmen (erweitert) aus:
Tiere als Nachbarn Artenschutz an Gebäuden, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Berlin 2000