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Zentrum Artenschutz am Gebäude |
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Neben offensichtlichen Gefährdungsursachen, wie die Vernichtung der Wochenstuben, Sommer-, Winter- und Zwischenquartiere der Fledermäuse bzw. Nist- und Zufluchtsstätten der Vögel, geraten viele Arten unter Druck, weil sie zunehmend Schwierigkeiten bei der Nahrungssuche haben. Geeignete Nahrung ist für sie eine immer knapper werdende Ressource.

Arten des ländlichen Raumes - wie Schleiereulen und Weißstörche - benötigen unzerschnittene, landwirtschaftlich genutzte Freiflächen mit Feuchtgebieten. Sind diese nicht vorhanden, bleiben diese Vögel aus.
Dohlen müssen ihre Jungen mit Wirbellosen ernähren, die sie in den oberen Bodenschichten finden. Untersuchungen haben ergeben, dass durch intensive Landwirtschaft und Grünflächenpflege mancherorts nicht mehr ausreichende Nahrung vorhanden ist und die Jungdohlen im Frühstadium verhungern.

Fluginsektenfresser unter den Gebäudebrütern - wie Mauersegler, Schwalben und Fledermäuse - sind zur Nahrungssuche auf Stadtbrachen, Langgraswiesen, Baumalleen und Altbaumbestände (Parks, Friedhöfe) angewiesen. Abnehmender Altbaumbestand sowie intensive Grünflächenpflege können auch Ursachen für ein rückläufiges Nahrungsangebot sein.
Haussperlinge, die wohl häufigsten Stadtvögel, sind überwiegend Körner- und Samenfresser, doch für die Jungenaufzucht benötigen sie ebenfalls Insektennahrung. Haussperlinge und Hausrotschwänze leiden unter dem übertriebenen Reinlichkeitsbedürfnis der Garten- und Grünanlagenpfleger, die konsequent alles Moos und Grün aus jeder Fuge entfernen, das Laub unter den Sträuchern entfernen und jeden "Wildwuchs" bekämpfen. Sie beseitigen damit wiederum die Lebensräume und Nahrungsgrundlagen für zahlreiche Insektenarten. Auch die zunehmende Verwendung exotischer Zierpflanzen wirkt negativ: Sie verringert das Nahrungsangebot für die an spezielle Pflanzenarten angepassten heimischen Tiere.

Solcher Mundraub kommt der Jungenaufzucht allenfalls mittelbar zugute ...